Schröpfkopfmassage / Schröpfkopfbehandlung

Schröpfkopfmassage / Schröpfkopfbehandlung

Das Schröpfen (lateinisch ventosatio) hat sich über viele tausend Jahre aus der Annahme heraus entwickelt, womit man die Ursache einer Krankheit aus dem Körper „ziehen“ kann. Es ist ein traditionelles Therapieverfahren, bei dem auf einem begrenzten Hautareal ein Unterdruck/Vakuum erzeugt wird. Das Schröpfen wird in der Alternativmedizin als ausleitendes Verfahren angewandt.

Diese Methode war sowohl im alten Ägypten als auch im indischen Ayurveda bekannt. Bereits um 3300 v. Chr. wurden Schröpfköpfe als Emblem auf Arztsiegeln verwendet.

In der westlichen Naturheilkunde sind besonders Paracelsus, Galen und Hippokrates als Vertreter zu nennen. Von ihnen wurde das Schröpfen im Sinne der Humoralmedizin angewandt.
Diese geht davon aus, dass der Körperzustand von vier Säften bestimmt wird: der schwarzen Galle, der gelben Galle, Schleim und Blut. Sind diese Säfte im Ungleichgewicht, resultieren daraus Krankheiten von Körper, Geist und Seele. Durch die Anwendung Ausleitender Verfahren werden die Säfte ins Gleichgewicht gebracht, der Mensch gesundet.

Das Trockene Schröpfen ist eine tonisierende (stärkende) Technik und wird oft bei chronischen Beschwerden eingesetzt. Im erkrankten Bereich findet man eine oder mehrere „kalte“ Gelosen. Diese blutarmen, zum Teil sehr kleinen Gewebestrukturen fühlen sich zäh-sulzig an, rollen beim Tasten unter den Fingern hin und her und sind schmerzhaft. Sie entstehen aufgrund einer fehlenden Durchblutung, weswegen Ver- und Entsorgung im Gewebe nicht mehr richtig möglich ist.. Als Folge übersäuert und verhärtet dieses zur Gelose, die für lokale oder ausstrahlende Schmerzen verantwortlich sein kann. Gelosen lassen sich auch in organbezogenen Reflexzonen finden. Hier wird das innere Organ über das Gewebe „sichtbar“, sodass es mit einer Schröpfkopfbehandlung über der entsprechenden Zone reflektorisch behandelt werden kann.

Beim trockenen Schröpfen wird das Schröpfglas auf eine unversehrte Hautstelle gesetzt. Seit Beginn der 2000er Jahre wird das Schröpfen ohne Glas zunehmend angewandt. Es werden Applikationen auf verschiedene Hautstellen aufgesetzt mit Hilfe der Vakuumpumpe, es entsteht ein sogenannter Unterdruck/Vakuum auf der Haut.
Es gibt auch flexible Applikationen in verschiedenen Größen, mit denen anatomisch schwer zugängliche Stellen am Körper erreicht und behandelt werden können.

Im heutigen Europa kommt das Schröpfen v.a. bei orthopädischen Beschwerden und im Rahmen von Maßnahmen zur Ausleitung und Entgiftung zum Einsatz. Diese Methode ist in vielen Bereichen anwendbar (Muskelschmerzen, Asthma, Ischias, Schulter-Nacken-Rückenschmerzen, Verklebungen im Gewebe uvm.)


Ausgleich:
30 min.
40,00 € p.P.


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